Roland Böckmann übergibt Privatarchiv ans Stadtarchiv Greven

Die Reckenfelder Geschichte ist für Roland Böckmann seit Jahrzehnten eine Herzensangelegenheit. Daher ist es ein starker Vertrauensbeweis, dass er sein Privatarchiv zur Geschichte des Ortsteils anlässlich seines 80. Geburtstages nun dem Stadtarchiv Greven geschenkt hat. Böckmanns "Schätze" umfassen rund drei Dutzend Akten, etwa 7.200 Fotos und Negative, einige Hundert Plakate, rund 1.000 Zeitungen und zahlreiche Broschüren.

Bürgermeister Peter Vennemeyer nahm dies nun zum Anlass, Roland Böckmann im Namen der Stadt Greven seinen großen Dank auszusprechen. Eingeschlossen in den Dank war auch der ehemalige Stadtdirektor Dr. Bernhard Schneider, der die Kontakte zwischen Böckmann und den Stadtarchivaren Dr. Stefan Schröder und Angelika Haves hergestellt und begleitet hatte, bis der Schenkungsvertrag unter Dach und Fach war. Anlässlich des offiziellen Danks, der passend im Stadtarchiv stattfand, erläuterte Böckmann viele Details zu seiner jahrzehntelangen Sammelleidenschaft, deren ältere Stücke auch die Eigentumsverhältnisse des Reckenfeldes im 19. Jahrhundert beinhalten. Auch Dr. Schneider versäumte es nicht, den gelungenen Abschluss zu würdigen und ließ einen persönlichen Eindruck folgen, wie sehr sich der Ortsteil in den vergangenen Jahrzehnten positiv verändert hat. Umso wertvoller schätzten alle Anwesenden die Fotosammlung ein, die diese Veränderungen im Bild festhält. Diesen besonders umfangreichen Teil seines Archivs hat Roland Böckmann selbst geschaffen. Sein Fotoarchiv aus jahrzehntelanger journalistischer Tätigkeit umfasst Tausende Motive aus Greven und Reckenfeld. Bei der inhaltlichen Beschreibung wird er dem Stadtarchiv zukünftig mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Abb.: Roland Böckmann (rechts) übergab seine umfangreiche Sammlung ans Stadtarchiv Greven, sehr zur Freude vom ehemaligen Stadtdirektor Dr. Bernhard Schneider, von Bürgermeister Peter Vennemeyer, Angelika Haves (Stadtarchiv) und Dr. Stefan Schröder (Stadtarchiv) (Foto: Stadt Greven).

Abb.: Roland Böckmann (rechts) übergab seine umfangreiche Sammlung ans Stadtarchiv Greven, sehr zur Freude vom ehemaligen Stadtdirektor Dr. Bernhard Schneider, von Bürgermeister Peter Vennemeyer, Angelika Haves (Stadtarchiv) und Dr. Stefan Schröder (Stadtarchiv) (Foto: Stadt Greven).

Das Stadtarchiv präsentierte bei der offiziellen Dankesfeier auch einen kleinen Vorgeschmack auf die Veränderungen, die mit dem nicht unbeträchtlichen Zuwachs historischer Dokumente einhergehen. Am Beispiel einer besonders wichtigen Akte der Königlichen Eisenbahndirektion Münster zum Bau des Munitionslagers Hembergen, der Keimzelle der späteren Siedlung Reckenfeld, demonstrierte Schröder, wie die Lagerungsbedingungen im Stadtarchiv so verändert werden, dass eine langfristige, dauerhafte Archivierung gewährleistet ist. "Die fachgerechte Lagerung ist unser erstes Ziel, dafür benötigen wir angesichts vielfältiger Arbeiten allerdings auch Zeit", freuen sich Schröder und Haves über den Zuwachs. Auch inhaltlich sind die Fachleute sehr angetan: "Die Reckenfelder Geschichte ist nun noch viel besser bei uns dokumentiert und über einige in den Unterlagen enthaltene wichtige Ergänzungen zu Grevener Angelegenheiten freuen wir uns natürlich ebenfalls!" Sobald die Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten im Stadtarchiv beendet sind, stehen die Archivalien und Sammlungsstücke der Öffentlichkeit auf der Grundlage des Archivgesetzes NRW zur Benutzung zur Verfügung.

Kontakt:
Stadtarchiv Greven
Rathausstr. 6
D-48268 Greven
Telefon: 02571/920-358 (-458)
Telefax: 02571/920-320
archiv@stadt-greven.de

Quelle: Stadt Greven, Pressemitteilung, 16.10.2013; WN, 14.10.2013; WN, 15.10.2013

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