Das Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung (ZADIK)

Das Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung (ZADIK) ist das weltweit einzige Spezialarchiv zur Geschichte des Kunstmarkts. 1992 wurde es als Zentralarchiv des deutschen und internationalen Kunsthandels vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) in Form eines gemeinnützigen Vereins gegründet. Ende 2014 wurde das ZADIK An-Institut der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln.

Mit Beginn des Jahres 2020 wurde das ZADIK als selbstständiges wissenschaftliches Institut der Philosophischen Fakultät in die Universität zu Köln eingegliedert.


Abb.: Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung (Foto: ZADIK)

Bestände

Das ZADIK sammelt und bewahrt die Archive bedeutender Galerien, Kunsthandlungen und Auktionshäuser, von Verbänden, Messen, privaten Ausstellungsinstitutionen, Sammlerinnen und Sammlern, Kuratorinnen und Kuratoren, Kunstkritikerinnen und Kunstkritikern, Fachfotografinnen und -fotografen (Bestandsliste).

Tektonik

A: Galerien, Kunsthandlungen, Editionen etc. (107 Bestände)
C: Verbände, Messen, private Ausstellungsinstitutionen (14 Bestände)
E: Sammler (8 Bestände)
G: Kurator(inn)en und Kritiker(innen) (23 Bestände)
H: Fotograf(inn)en (16 Bestände)

Forschung

Das ZADIK arbeitet als forschendes Archiv, indem es seine Bestände nicht nur bestmöglich erschließt und zugänglich macht, sondern auch durch eigene Initialforschung die Potentiale und Fragestellungen, die sich aus den Dokumenten ergeben, deutlich macht und damit Impulse für eine tiefere Erforschung und Auseinandersetzung an ForscherInnen, KuratorInnen und KünstlerInnen gibt. Die Ergebnisse werden im Rahmen der eigenen Zeitschrift sediment – Materialien und Forschungen zur Geschichte des Kunstmarkts publiziert und über dokumentarische Ausstellungen für ExpertInnen und alle Interessierten präsentiert. Einen wichtigen Teil der Forschung im ZADIK macht auch die Provenienzforschung aus, da das ZADIK hierzu einige wesentliche Archive besitzt. In Projekten werden auch die Studierenden in die Forschung einbezogen, und die Archivdirektion betreut Studierende bei Bachelor-, Master- und Dissertationsprojekten.

Lehre

Seit 2003 bietet das ZADIK Lehrveranstaltungen am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln an. In unterschiedlichen Formaten – Übungen, Seminaren, Vorlesungen – wird ein Beitrag geleistet, die Geschichte des Kunsthandels in die Allgemeine Kunstgeschichte zu integrieren und herausgearbeitet, wie all jene Agierende des Kunstmarktes maßgeblich zu der Entwicklung moderner und zeitgenössischer Kunst beigetragen haben. Dies geschieht insbesondere im Rahmen des Schwerpunktmoduls Kunstmarkt im Einfach-Masterstudiengang Kunstgeschichte (vgl. auch: Kooperationen).

Das ZADIK versteht sich als Lehrlabor: Vor Ort in den Räumen des Archivs arbeiten die Studierenden mit Archivalien, werden an diesen in der Quellenkunde zur Kunst geschult und entwickeln gemeinsam praxisbezogene Projekte (z.B. dokumentarische Ausstellungen). Hierbei ist die Lehre stets der Philosophie des Forschenden Lehrens und Lernens verpflichtet. Mit der Überführung des ZADIK in die Universität zu Köln soll die Lehre auch in Kooperation mit anderen Disziplinen und in Anknüpfung an dortige Fragestellungen erweitert werden.

Link: Beständeübersicht des ZADIK im Archivportal-D

Kontakt:
Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung ZADIK
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel.: 0221 / 470-89230
info@zadik.info

Quelle: Archivportal-D, Aktuelles, 12.04.2021

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