Ausstellung 150 Jahre Stadt Viersen

Anlässlich des 150. Jahrestages der Verleihung der Stadtrechte an Viersen eröffnete am 22.6.2006 Bürgermeister Günter Thönnessen im Viersener Stadthaus die Ausstellung „Impressionen – Ansichten aus dem alten Viersen“. Verantwortlich für die Ausstellung sind Stadtarchivar Marcus Ewers, seine Mitarbeiterin Linda Godry sowie die Arbeitsgruppe für Orts- und Heimatgeschichte im Stadtarchiv. Um insbesondere die Epoche zwischen 1900 und 1965 den Besuchern anschaulicher zu machen, werden neben Architekturaufnahmen auch zahlreiche Personen bei den verschiedensten Aktivitäten gezeigt. So mancher wird sich selbst oder Verwandte und Bekannte wiedererkennen.  

Als Ergänzung dazu ist gleichzeitig eine Dokumentation mit dem Titel „Blickpunkte – 150 Jahre Stadt Viersen\“ erschienen. Hier werden von den Autoren Heinz und Margret Hesse sowie Reinhold Hörkens Viersener Rathäuser, Kirchen, Kapellen und Klöster im Wandel der Zeit vorgestellt. Und auch der Kulturkampf wird ausführlich abgehandelt.

Info:
Die Dokumentation \“Blickpunkte 150 Jahre Stadt Viersen\“ ist in einer Auflage von 700 Exemplaren erschienen. Sie kann in allen Viersener Buchhandlungen, an der Infotheke des Stadthauses am Rathausmarkt und im Stadtarchiv an der Wilhelmstraße für 9,50 Euro erworben werden. 

Die Ausstellung \“Impressionen Ansichten aus dem alten Viersen\“ ist bis 15. August während der Öffnungszeiten im Foyer des Stadthauses zu sehen. 

Kontakt:
Stadtarchiv der Stadt Viersen 
Wilhelmstraße 12
41747 Viersen
Telefon: 02162 101 471 
stadtarchiv@viersen.de

Quelle: Bianca Treffer, Westdeutsche Zeitung, 23.6.2006

Mannheimer Stadtpunkte als Infos zu historischen Ereignissen

Informationstafeln – sog. Stadtpunkte – werden derzeit in der Mannheimer Innenstadt an zahlreichen Häusern und auf öffentlichen Plätzen angebracht. Hierbei handelt es sich um Metallplatten, die anhand von Texten und Bildern Informationen zu wichtigen Mannheimer Personen und Ereignissen darstellen. Zum Schutz sind die Tafeln mit dickem Glas versehen. Die Tafeln werden aus Kostengründen meist an Gebäuden angebracht, erklärt Projektleiterin Dr. Susanne Schlösser vom Mannheimer Stadtarchiv – Institut für Stadtgeschichte.

Um die Bevölkerung mit diesem Projekt vertraut zu machen, wurden sechs der inzwischen 40 angebrachten Tafeln vom Kulturbürgermeister Dr. Peter Kurz, der auch die Idee zu dieser Aktion hatte, am Paradeplatz offiziell vorgestellt. Sie befinden sich an drei Sandsteinstelen und behandeln die Themen \“Pfälzer Hof – Mozart\“, \“Postgeschichte\“, \“Geschichte des Platzes – Grupello-Pyramide\“, \“Arisierung jüdischer Warenhäuser\“, \“Paradeplatzbunker\“ sowie \“Kaufhaus – Stadthaus – N1\“. Ein aus Historikern bestehender Beirat habe den Inhalt dieses Stadtpunkte-Programms festgelegt. 

Um einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung Mannheims zu bieten, wurden folgende fünf Kategorien festgelegt: \“Festung – Planstadt – Residenz\“, \“Migration – Toleranz – Verfolgung\“, \“Bürgertum – Handel – Industrie\“, \“Demokratie – Arbeiterbewegung – Widerstand\“, \“Lebendige Stadt – Geschundene Stadt – Moderne Großstadt\“. Das Ziel der Aktion ist, das Interesse und Bewusstsein der Mannheimer Bürger für ihre Geschichte zu wecken.

Für die Finanzierung dieses ehrgeizigen Projektes hat die Stadt Mannheim 130.000 Euro bereitgestellt. Sie hofft allerdings, dass auch weiterhin zahlreiche Sponsoren einen großen Teil der Kosten übernehmen werden. Zum Stadtjubiläum 2007 soll der größte Teil der insgesamt 115 geplanten Tafeln hängen.

Kontakt:
Stadtarchiv Mannheim – 
Institut für Stadtgeschichte
Collini-Center
Postfach 10 00 35
68133 Mannheim
Telefon 0621/293-7027 (Sekr.)
Telefax 0621/293-7476
stadtarchiv@mannheim.de

Quelle: Gerhard Bühler, Wormser Zeitung, 21.6.2006

50 Jahre Berichterstattung über die Fußball-WM

Im Rahmen einer Projektwoche, angeregt von dem neuen Leiter des Stadtarchivs Lüdenscheid, Tim Begler, recherchieren dort zur Zeit Schüler des Bergstadt-Gymnasiums zum Thema Fußballweltmeisterschaft. Anhand von Zeitungsartikeln der letzten fünfzig Jahre (angefangen bei der WM 1954) soll vor allem herausgefunden werden, welche Bedeutung dieses Großereignis u.a. auch für die Bevölkerung Lüdenscheids hatte und welchen Stellenwert es in der Lokalpresse besaß.

Dazu haben die Schüler unter Anleitung ihrer Lehrer einen umfangreichen Fragenkatalog erstellt, den sie nun im Archiv abarbeiten. So fanden sie unter anderem schon heraus, dass aktuelle Themen infolge der deutschen Wiedervereinigung – wie die Einführung der D-Mark in den Neuen Bundesländern – ausführlicher abgehandelt wurden, als das Erreichen des Halbfinales der deutschen Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft 1990.

Und auch das Interesse und die Begeisterung der Bevölkerung unterschied sich enorm von dem der heutigen Fußballfans. Dieses ist nicht unwesentlich darauf zurückzuführen, dass in den fünfziger Jahren Radio und Zeitung die wichtigsten Informationsquellen waren und nicht jedes kleinste Detail in Großaufnahme in die Wohnzimmer übertragen wurde. – Die Ergebnisse ihrer Recherchen wollen die Schüler abschließend in einem Reader zusammenfassen.

Kontakt:
Stadtarchiv Lüdenscheid
Kerksigstr. 4
58511 Lüdenscheid
Fon: 02351/17-1388
Fax: 02351/17-1310
stadtarchiv@luedenscheid.de

Quelle: Kai Pottgießer, Westfälischer Anzeiger, 21.6.2006

Laser soll digitales Kulturgut retten

Ob in Bibliotheken, Archiven, Museen oder in der Wirtschaft: für die langfristige Aufbewahrung digitaler Daten werden innovative Lösungen immer bedeutender. Zu den zukunftsweisenden Ansätzen auf diesem für die Sicherung historischer und gegenwärtiger Werte wichtigen Forschungsfeld gehören laserbasierte Belichtungstechnologien. Sie stehen im Mittelpunkt eines Kolloquiums an der Universität Stuttgart, das unter dem Titel \“Eine ARCHE zur Rettung digitalen Kulturguts\“ stattfindet (Termin: 27. Juni 2006, 13.30 Uhr; Ort: Universitätsbibliothek Stuttgart, Holzgartenstr. 16, Vortragssaal).

Erörtert werden Technik und Anwendungsmöglichkeiten eines Laserbelichters, der es erlaubt, digitale Bilddaten mit sehr hoher Genauigkeit und Farbtreue auf alterungsbeständigem Farbmikrofilm zu speichern. Ebenso stellen die Wissenschaftler ein Softwaresystem zur Kombination von Bild- und Metadaten auf optischen Medien vor.

Entwickelt wurden die Technologien im Rahmen des Projekts ARCHE. Dabei war für die Entwicklung der Lasertechnik das Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik maßgebend. Die Software zur Aufbereitung der Bilddaten für den Laserbelichter wurde von der Universitätsbibliothek Stuttgart und dem Landesarchiv Baden-Württemberg entwickelt. Die Frankfurter Firma MicroArchive Systems wird die Technologie unter dem Markennahmen \“ArchiveLaser\“ vermarkten. ARCHE wird unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit im Rahmen des InnoNet \“Förderung von innovativen Netzwerken\“ finanziert.

Mehrere Einrichtungen des Landesarchivs, die Universitätsbibliothek, das Universitätsarchiv sowie das Institut für Leichtbau und Gestalten der Uni Stuttgart stellten verschiedenartige Archivalien zur Verfügung. Diese wurden im Ludwigsburger Institut für Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut unter großem technischem Aufwand digitalisiert. Dabei kam ein hochauflösender Reproscanner zum Einsatz.

Kontakt:
Klaus Wendel
Projekt ARCHE, Universitätsbibliothek Stuttgart
Tel. 0711/685-82536
e-mail Klaus.Wendel@ub.uni-stuttgart.de

Weitere Informationen: www.ub.uni-stuttgart.de/arche

Quelle: (idw) Universität Stuttgart, 20.6.2006

Mannheim im Zeitalter Napoleons

Im Rahmen der Reihe „Mittwochs im Archiv“ findet am 21. Juni um 19 Uhr im Friedrich-Walter-Saal des Stadtarchivs-ISG, Collini-Center, Erdgeschoss ein Vortrag von Dr. Harald Stockert mit dem Titel „Neues Leben in Geschäften und Gewerben? Mannheim im Zeitalter Napoleons“ statt.

Die Feier des zweihundertsten Stadtjubiläums im Jahr 1807 wurde von den Mannheimerinnen und Mannheimern als lästige Pflichtübung wahrgenommen. Kein Wunder, die Zeitumstände waren widrig und wurden kaum als positiv wahrgenommen. Es war gerade einmal vier Jahre her, dass die einst so stolze Kurpfalz durch Napoleon von der Landkarte Mitteleuropas gewischt worden war. Mannheim wurde badisch und verlor viel von seiner politischen Bedeutung. Aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht war das erste Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts eine schwierige Zeit. Aufgrund der neuen Grenzen – das linksrheinische Gebiet war mittlerweile französisch geworden – brachen wichtige Absatzmärkte weg. Die ständigen Kriege Napoleons belasteten das heimische Gewerbe und auch den einzelnen Bürger. Vor dem Hintergrund dieses tiefgehenden Umbruchs und des Verlusts von Altvertrautem machte sich bei vielen Mannheimern eine regelrechte Krisenstimmung breit, derzufolge der Stadt sogar der Untergang drohe. Doch soweit kam es glücklicherweise nicht.

Denn während dieser Krise wurden in der öffentlichen Verwaltung, in der Wirtschaft und auch im Sozialwesen weitgehend unbemerkt wichtige Fundamente gelegt, auf denen sich in den folgenden Jahrzehnten der Aufstieg Mannheims zur erfolgreichen Handelsstadt gründen sollte.

Mannheim zwischen Depression und Aufbruch ist Gegenstand des Vortrags von Dr. Harald Stockert (Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte), der über ein ereignisreiches und ungemein spannendes Jahrzehnt der Stadtgeschichte berichten wird. ! Bildmaterial finden Sie auf der Homepage des Stadtarchivs – ISG (www.stadtarchiv.mannheim.de) oder Sie nehmen dazu telefonisch Kontakt auf (Hans-Joachim Hirsch, Tel. 0621/293-7485)

Das Archiv der außergewöhnlichen Phänomene in Freiburg: Ein noch unbekanntes Wissenschaftsarchiv sucht interessierte Nutzerinnen und Nutzer

Noch weithin unbekannt in der Welt der wissenschaftlichen Forschung ist ein Spezialarchiv, das sich seit einigen Jahren die Überlieferung außergewöhnlicher menschlicher Erfahrungen, parapsychologischer Phänomene sowie so genannter „Anomalien“ zur Aufgabe gemacht hat: Das Archiv des 1950 in Freiburg gegründeten Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V. (kurz: IGPP).

Das Freiburger Institut bewahrt in der Hauptsache die im Rahmen der eigenen wissenschaftlichen Arbeit anfallenden Materialien und Unterlagen auf, um diese längerfristig zu sichern und zukünftigen Forschungsprojekten zugänglich machen zu können. Im IGPP-Archiv liegen demzufolge vielfältige Bestände zu allen Formen außergewöhnlicher Erfahrungen vor, insbesondere zu den Bereichen \“Außersinnliche Wahrnehmung (ASW)“ (Themen wie Telepathie, Hellsehen oder Präkognition) und \“Psychokinese (PK)\“ (die rein mentale Beeinflussung biologischer oder physikalischer Systeme). Zudem sind zahlreiche Aspekte aus den Grenzgebieten der Psychologie sowie der Anthropologie (beispielsweise Astrologie, Esoterik, „Uri-Geller-Manie“, unorthodoxe Heilverfahren, Jugendszenen, Nahtodforschung, Okkultismus und Okkultkriminalität, Phänomene im religiösen Kontext, Traumforschung, UFO-Forschung, Wunder und Wunderheilungen u.v.a.m.) ausführlich dokumentiert. Umfängliches Aktenmaterial bietet Einblicke in die komplexen Strukturen so genannter Spuk-Fälle. Weiterhin lassen sich im Archiv unzählige Schilderungen von „Spontanphänomenen“, d.h. Berichten aus Bevölkerung über außergewöhnliche Erfahrungen, finden.

\"IGPP:

Mit diesem speziellen Archivierungs- und Sammlungsprofil deckt das IGPP-Archiv Bereiche menschlicher Erfahrungen ab, die in der Regel nur wenig in der Überlieferungsbildung berücksichtigt werden. Insofern nimmt das Archiv eine einzigartige Position nicht nur in der deutschen, sondern auch in der europäischen Wissenschaftslandschaft ein. Innerhalb des Gesamtinstituts ist das IGPP-Archiv im \“Servicebereich: Bibliothek/Archiv\“ verortet und wird nach den bestehenden personellen Möglichkeiten sukzessive aufgebaut. Die Nutzung des Archivs ist auf Anfrage und nur für wissenschaftliche Zwecke im Rahmen der gängigen Archivgesetze möglich.

Die chronologisch recht jungen Bestände setzen sich aus drei großen Schwerpunktbereichen zusammen: Zum einen verfügt das Archiv über eine ganze Reihe von Nachlässen bzw. Teilnachlässen bedeutender Persönlichkeiten aus der Wissenschaftsgeschichte der deutschen bzw. der europäischen Parapsychologie sowie von Personen, die mit der Institutsarbeit in enger Verbindung standen. Diese Nachlass-Sammlungen gehen bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück und beinhalten die Dokumente von Forschern wie Louis Darget (1847-1921), Albert von Schrenck-Notzing (1862-1929), Fanny Moser (1872-1953), Albert Hellwig (1880-1951), Hans Bender (1907-1991) oder Johannes Mischo (1930-2001). Einen zweiten großen Block bilden die umfangreichen Materialien der seit 1950 laufenden Institutsarbeit, wobei sich hier die unterschiedlichsten Bestandsformen (Schriftgut zu Forschungsprojekten, Korrespondenzen, Fotografien, Tonbandaufnahmen, Filmaufnahmen) zu den oben genannten Themen ergänzen. Den dritten Bereich bilden verschiedene Sammlungsbestände aus dem Bereich der Wissenschaft und der Publizistik, etwa umfangreiche Pressesammlungen sowie Sammlungen von universitären Abschlussarbeiten und Projektberichten.

Nachdem die Existenz des IGPP-Archivs lange Zeit weitgehend unbekannt war, werden die Sammlungen in den letzten Jahren sowohl von Institutsmitarbeiter/innen als auch von externen Wissenschaftler/innen verstärkt für Forschungsarbeiten und Studien herangezogen. Hier kam zuletzt vor allem dem Bereich der Foto- und Kunstgeschichte eine größere Bedeutung zu (siehe nachfolgende Literaturauswahl). 

Seitens des IGPP wird angestrebt, die seriöse wissenschaftliche Nutzung des IGPP-Archivs zu intensivieren. Historische Teildisziplinen wie etwa Kulturgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Medizingeschichte, Psychologiegeschichte oder Wissenschaftsgeschichte könnten von den Beständen des IGPP-Archivs ebenso profitieren wie kultur-, kunst- oder literaturwissenschaftliche Fachrichtungen.

Kontakt:
Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V.
-Institutsarchiv-
Uwe Schellinger
Willhelmstraße 3a
79098 Freiburg
0761/20721-61
schellinger@igpp.de
http://www.igpp.de

Literatur zum Forschungs- und Sammlungsgebiet des IGPP: 

  • EBERHARD BAUER: Hans Bender und die Gründung des „Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V., in: Jochen Fahrenberg/Reiner Stegie/Eberhard Bauer (Hrsg.): Psychologiegeschichte – Beziehungen zu Philosophie und Grenzgebieten, München-Wien 1998, 461-476.
    ANDREAS FISCHER: Die „fotografische Rekonstruktion“ von Spuk durch Hans Bender und Leif Geiges, in: Momente. Beiträge zur Landeskunde von Baden-Württemberg 2/2005, 19-21.
  • NILS FREYTAG: Aberglauben im 19. Jahrhundert. Preußen und seine Rheinprovinz zwischen Tradition und Moderne (1815-1918), Berlin 2002.
  • ALEXANDER C.T. GEPPERT/ANDREA BRAIDT: Moderne Magie: Orte des Okkulten und die Epistemologie des Übersinnlichen, 1880-1930, in: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 13 (2004) Nr.4, 7-36.
  • ULRICH LINSE: Geisterseher und Wunderwirker. Heilssuche im Industriezeitalter, Frankfurt/M. 1996.
  • PRISKA PYTLIK: Okkultismus und Moderne. Ein kulturhistorisches Phänomen und seine Bedeutung für die Literatur um 1900, Paderborn u.a. 2005.
  • DIETHARD SAWICKI: Leben mit den Toten. Geisterglauben und die Entstehung des Spiritismus in Deutschland 1770-1900, Paderborn u.a. 2002.
  • CORINNA TREITEL: A Science for the Soul. Occultism and the Genesis of the German Modern, Baltimore-London 2004.
  • UWE SCHELLINGER: Das Archiv des „Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V.\“ in Freiburg: Prämissen, Probleme und Perspektiven, in: Forum Qualitative Sozialforschung [Online-Journal] 1 (2000) Nr. 3 [42 Absätze]. Internet: http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/3-00/3-00schellinger-d.htm

Titel, die durch Nutzung von IGPP-Material erarbeitet wurden (Auswahl): 

  • GEERTJE ANDRESEN: Die Tänzerin, Bildhauerin und Nazigegnerin Oda Schottmüller 1905-1943, Berlin 2005.
  • EBERHARD BAUER: Ein noch nicht publizierter Brief Sigmund Freuds an Fanny Moser über Okkultismus und Mesmerismus, in: Freiburger Universitätsblätter 25 (1986) 93-110.
  • EBERHARD BAUER: Jean Gebser, Hans Bender und die Gründungsjahre des „Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene“, in: Beiträge zur Integralen Weltsicht 29 (2005) 57-79. 
  • JOHANNES BILSTEIN/MATTHIAS WINZEN (Hrsg.): Seele – Konstruktionen des Innerlichen in der Kunst (Ausstellungskatalog Staatliche Kunsthalle Baden-Baden), Nürnberg 2004 (Fritz Emslander über Louis Darget, 56-57 und Albert von Schrenck-Notzing, 62-65).
  • GEROLD BLÜMLE/NILS GOLDSCHMIDT: Robert Liefmann – Querdenker und Regimeopfer, in: Nils Goldschmidt (Hrsg.), Wirtschaft, Politik und Freiheit. Freiburger Wirtschaftswissenschaftler und der Widerstand, Tübingen 2005, 147-175.
  • CLEMENT CHÉROUX/ANDREAS FISCHER (Hrsg.): The Perfect Medium. Photography and the Occult, New Haven-London 2005, 217-233.
  • ANDREAS FISCHER: Ein Nachtgebiet der Fotografie, in: Schirn-Kunsthalle Frankfurt (Hrsg.): Okkultismus und Avantgarde. Von Munch bis Mondrian 1900-1915, Ostfildern 1995, 503-545.
  • ANDREAS FISCHER: \“Okkulte Fotografie\“, in: Städtisches Museum Abteiberg Mönchengladbach & Kunsthalle Krems & Fotomuseum Winterthur (Hrsg.): Im Reich der Phantome. Fotografie des Unsichtbaren, Ostfildern 1997, 27-103.
  • MARTIN FRENK: Rudolf und Julius Seiler. Heilkundige mit trancemedialen Fähigkeiten, in: ders.: Riedprofile. 15 Porträts aus dem Ried, Allmannsweier 2004, 98-124.
  • FRANK-RUTGER HAUSMANN: Art. „Bei der weiblichen Jugend ist alles möglich.“ Konversion statt Karriere: Geistige Hingabe und mediale Veranlagung im Umfeld Edmund Husserls, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 9.9.2005, 42.
  • FRANK-RUTGER HAUSMANN: Art. „Natürlich liegt Troja in Tirol“. Was Nostradamus von Hitler wissen wollte: Karl Ernst Kraffts astrologische Gutachten, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25.10.2005, 44.
  • FRANK-RUTGER HAUSMANN: Hans Bender (1907-1991) und das ,Institut für Psychologie und klinische Psychologie\‘ an der Reichsuniversität Straßburg 1941-1944 [2006, im Druck].
  • JANNE MORAGIANNIS: Parapsychologie an der „Reichsuniversität Straßburg“. Hans Bender und die grenzwissenschaftliche Abteilung am „Institut für Psychologie und Klinische Psychologie“, 1941-1944, in: Le Détour. Revue des Sciences Humaines – Europes NF 1 (2003) 155-176.
  • CLEMENS RUTHNER: GeisterBahnen, in: Oberösterreichische Landesmuseen/Peter Assmann (Hrsg.): Andererseits: Die Phantastik. Imaginäre Welten in Kunst und Alltagskultur. Ausstellungskatalog Oberösterreichische Landesmuseen, Wien 2003, 291-312.
  • UWE SCHELLINGER: Faszinosum, Filou und Forschungsobjekt: Das erstaunliche Leben des Hellsehers Ludwig Kahn (1873 – ca.1966), in: Die Ortenau. Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden 82 (2002) 429-468.
  • UWE SCHELLINGER/GERHARD MAYER: Webers Hände. Wirken und Wirkungen des „Wunderheilers von Schutterwald“, in: Die Ortenau. Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden 86 (2006) [im Druck].
  • WILFRIED SEIPEL/BARBARA STEFFEN/CHRISTOPH VITALI (Hrsg.): Francis Bacon und die Bildtradition. Ausstellungskatalog Kunsthistorisches Museum Wien / Foundation Beyeler Riehen/Basel, Mailand 2004, 23-41 (Barbara Steffen), 85-103 (Margarita Cappock), 133-145 (Barbara Steffen).
  • DANIEL TYRADELLIS: Der Kosmos. Die neue Wahrnehmung des Menschen, in: Lepp, Nicola/Roth, Martin/Vogel, Klaus (Hrsg.): Der Neue Mensch. Obsessionen des 20. Jahrhundert. Katalog zur Ausstellung im Deutschen Hygiene-Museum Dresden vom 22. April bis 8. August 1999, Ostfildern 1999, 107-203.
  • CHRISTINE WALTER: Experimente mit weiblichen Medien in der Parapsychologie um 1900. Ausdruck unterwürfiger Weiblichkeit oder gezielte Abwendung von einem (männlich) inszenierten Frauenbild? Die Fotografie als Instrument wissenschaftlicher Beweiskraft und zugleich Dokument eines neuen weiblichen Selbstbewusstseins, in: Marcel Finke/Barbara Lange (Hrsg.): Internetpublikation zum 4. Leipziger Fotografie-Workshop (2004). Internet: http://www.uni-leipzig.de/~divers/workshop/text_walter.pdf.
  • CHRISTINE WALTER: Die Materialisationsphänomene des Albert Freiherr von Schrenck-Notzing: Zum Umgang mit dem Unbekannten in der Fotografie nach 1900, in: Susanne H. Kolter/Barbara Stempel/Christine Walter (Hg.): Forschung 107 (Kulturwissenschaftliche Studien 1), München 2004, 189-225.
  • HEATHER WOLFFRAM: Parapsychologists in the Gerichtssaal during the Weimarer Republic, in: Stephan Atzert/Andrew G. Bonnel (Hrsg.): Europe´s Pasts and Presents: Proceedings of the XIVth Biennial Conference of the Australasian Association for European History (Brisbane, Australia, 7.-11.7.2003), Unley 2004, 89-99.
  • HEATHER WOLFFRAM: On the Borders of Science: Psychical Research and Parapsychology in Germany, c. 1870-1939, Dissertation University of Queensland 2005.
  • MORITZ WULLEN: Wege und Strahlen – Wege ins Licht, Nationalgalerie Berlin (Hg.): Das XX. Jahrhundert: ein Jahrhundert Kunst in Deutschland (Altes Museum Berlin; Neue Nationalgalerie Berlin; Hamburger Bahnhof Berlin), Berlin 1999, 205-214.

Abb.: Schaufenster ins Archiv 06-06: TOGO IST WELTMEISTER! (Foto: IGPP)

Papiere von John F. Kennedy über Internet zugänglich

Die Kennedy Presidential Library und die National Archives and Records Administration (NARA) eröffnen eine neue digitale Bibliothek. Diese soll die komplette Sammlung von Papieren, Dokumenten, Fotografien und Audio/Video-Aufnahmen von US-Präsident John F. Kennedy (1917-1963) umfassen. Unter www.jfklibrary.org können Interessierte weltweit online auf die Dateien zugreifen. Die Basistechnologie und technische Unterstützung erhält die Kennedy Presidential Library vom Speicherspezialisten EMC. Das Digitalisierungsprojekt wird voraussichtlich mehr als 10 Jahre dauern und beginnt mit den offiziellen Papieren Präsident Kennedys.

Die von Senator Edward M. Kennedy angekündigte Initiative, ist in den USA die erste dieser Art. Millionen von Unterlagen des Präsidenten John F. Kennedy werden digitalisiert, mit einem Index versehen, archiviert und online verfügbar gemacht. Damit sind diese nicht nur elektronisch langfristig gesichert, sondern auch vor Abnutzung geschützt. Zu den historischen Dokumenten zählen wertvolle und unersetzliche Zeugnisse aus der Zeit des Kalten Krieges, der ersten Mondlandung, der Kuba Krise sowie US-Amerikanische Kunst und Kultur.

Die Kennedy-Library ist eine der gefragtesten Präsidenten-Bibliotheken in den USA. Ihre Archive umfassen mehr als 8,4 Millionen Seiten persönlicher und politischer Papiere von JFK sowie über 40 Millionen Seiten von etwa 300 weiteren Personen aus der Regierungszeit Kennedys. Dazu gehören über 400.000 Fotografien, 9.000 Stunden Tonaufzeichnungen, zirka 2.3 Millionen Meter Filmmaterial und 1.200 Stunden Videoaufzeichnungen.

Link: www.jfklibrary.org

Quelle: nestor – Kompetenzwerk Langzeitarchivierung, 14.6.2006; Presse-Box, Pressemitteilung, 14.6.2006

Alte Eitorfer Häuser

Am Mittellauf der Sieg gelegen, ist Eitorf einer der ältesten Orte des Auelgaues. Der Schwerpunkt einer Ausstellung des Eitorfer Gemeindearchivs über alte Eitorfer Häuser liegt auf Fassaden von Häusern aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Das Gemeindearchiv stellte dafür alte Zeichnungen, Dokumente und Fotos zur Verfügung. 

Die Ausstellung soll unter anderem dazu verhelfen, beim nächsten Spaziergang durch die Stadt manches interessante Detail, an dem man bisher achtlos vorübergegangen ist, neu zu entdecken. Den Bürgern eine neue Sichtweise auf bisher Vertrautes zu ermöglichen, ist Ziel der Ausstellung, die noch bis zum 30. Juni im Erdgeschoß des Eitorfer Rathauses zu besichtigen ist.

Kontakt:
Gemeindeverwaltung Eitorf
Markt 1
53783 Eitorf
www.eitorf.de

Auskunft erteilt Gabriele Keuenhof, Tel.: 002243/89-213, eMail: gabriele.keuenhof@eitorf.de.

Ausstellung über den Architekturkünstler de Campos in Frankfurt

„Painting about architecture“ lautet der Titel einer Ausstellung in Frankfurt am Main über den Architekturkünstler Antonio Carlos de Campos.
Das Archiv des Deutschen Architektur-Museums in Frankfurt (DAM) stellt sämtliche Bilder des Künstlers zur Verfügung, die erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Das in den 1980er Jahren entstandene DAM-Archiv umfasst heute rund 180.000 Architekturpläne, Zeichnungen und Skizzen, etwa 600 Modelle sowie Bilder und Möbel. Nationale und internationale Architektur des 20. Jahrhunderts bildet den Schwerpunkt der Sammlung (u.a. Christo, Frank O. Gehry, Aldo Rossi).

Der Künstler de Campos, der eine eigene Zeichensprache entwickelt hat, arbeitet in London für Zaha Hadid. „Architektur als künstlerische Metapher zu sehen, einen Entwurf auf die wesentliche Idee zu reduzieren und als Kunstwerk zu gestalten“, lautet sein Credo. Zur Eröffnung der Ausstellung "Painting about architecture" am 16. Juni 2006 ist de Campos persönlich anwesend. Am 14. Juni hält er bereits einen Vortrag im Audimax der FH Frankfurt, Kleiststraße, Gebäude 8.

Info:
Die Ausstellung im Kulturzentrum DIE HALLE, Höhenstraße 20, dauert bis zum 30. Juni 2006. Sie kann nach telefonischer Absprache unter Tel. 069-9494560 besichtigt werden.

Quelle: BauNetz für Architekten, 13.6.2006 

Zeitungsarchiv im Bad Kreuznacher Stadtarchiv wird verfilmt

Das Stadtarchiv von Bad Kreuznach besitzt ein umfangreiches Zeitungsarchiv der heimischen Presse. Zur Sicherung dieses Bestandes, der zum Teil 200 Jahre alt ist, trug nun eine Spende des Heimatkundevereins über 8000 Euro bei, von der ein Mikrofilm-Lesegerät angeschafft wurde.

In den kommenden Jahren wird die Zahl der verfilmten Zeitungsbände anwachsen. Dadurch entfällt das ständige Blättern in den alten Zeitungen auf der Suche nach Informationen über das Stadtgeschehen. Die Durchsicht der Dokumente bleibt kostenfrei. Lediglich für Kopien der Filme ist eine Gebühr von 1 Euro zu entrichten.

Kontakt:
Stadtarchiv Bad Kreuznach 
Dessauerstraße 49
55545 Bad Kreuznach
Tel.: 0671 / 920 11 62
Fax: 0671 / 920 77 92
stadtarchiv-bad-kreuznach@t-online.de 
www.stadt-bad-kreuznach.de

Quelle: Bad Kreuznacher Allgemeine Zeitung, 12.6.2006

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