Ein falscher Kriegsheimkehrer in Sigmaringen und anderswo

"Der Fall Daubmann 1932 – Ein falscher Kriegsheimkehrer in Sigmaringen und anderswo" ist eine Ausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg und des Instituts für Geschichte der Universität Karlsruhe (TH). Die Ausstellung, die bereits am 18. Juni 2008 eröffnet wurde, ist noch bis zum 26. September 2008 im Staatsarchiv Sigmaringen zu besichtigen. Es begann mit einer Bahnfahrkarte und entwickelte sich zu einer der peinlichsten Affären am Ende der Weimarer Republik. Der 1932 (!) als vermeintlich letzter Kriegsheimkehrer gefeierte Oskar Daubmann zog Tausende mit seinen Erzählungen in seinen Bann. Er narrte all jene, die aus nationalistischem Interesse den Geschichten über seine angebliche französische Kriegsgefangenschaft in Afrika glaubten: eine Köpenickiade und ihre Entlarvung am Vorabend der Naziherrschaft. In der Ausstellung wird der Ablauf dieses Ereignisses anschaulich aufbereitet und deren Einordnung in die Stimmung der Zeit versucht. Viele Ausstellungsstücke können erstmals einer größeren Öffentlichkeit präsentiert werden, so ein Eintrag des angeblichen Daubmann im Goldenen Buch der Stadt Sigmaringen. Dazu werden handschriftliche Zeugnisse gezeigt und die Beweise, anhand derer er schließlich überführt wurde. Die Ausstellung ist eine Projektarbeit des Seminars \“Archivwesen\“ am Institut für Geschichte der Universität Karlsruhe (TH) im Sommersemester 2004.

Kontakt
Staatsarchiv Sigmaringen
Karlstraße 1+3
72488 Sigmaringen
Tel.: 07571 / 101 – 551
Fax: 07571 / 101 – 552
stasigmaringen@la-bw.de

Quelle: Ausstellungen Staatsarchiv Sigmaringen

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