Archivische Schätze aus 975 Jahren Amberger Geschichte

Zur Zeit ist die gemeinsame Ausstellung des Stadtarchivs Amberg und des Staatsarchivs Amberg "Archivische Schätze aus 975 Jahren Amberger Geschichte", die am 19. April 2009 eröffnet wurde, im Stadtmuseum Amberg zu besichtigen. 975 Jahre Amberger Geschichte haben im wahrsten Sinne des Wortes beredte Spuren in den Archiven hinterlassen. Sie dokumentieren den Werdegang Ambergs vom mittelalterlichen Dorf zur heutigen Stadt, deshalb kommt ihnen im Zusammenhang mit dem Jubiläum eine zentrale Rolle zu. Letzteres kann aufgrund einer von Kaiser Konrad II. am 24. April des Jahres 1034 ausgestellten Urkunde begangen werden, mit der dieser Bischof Eberhard I. von Bamberg eine ganze Reihe von Rechten in einem Ort namens „Ammenberg“ verlieh. Mit dieser Urkunde setzt die Amberg betreffende Überlieferung ein. Schon von daher ist dieses Diplom, das im Staatsarchiv Bamberg verwahrt wird, das Herzstück der Ausstellung und markiert deshalb auch – umrahmt von einer Vielzahl weiterer für die Stadtgeschichte bedeutsamer Archivalien – den Beginn der Ausstellung. 

Die Dokumente sind nicht einem bestimmten Thema der Stadtgeschichte gewidmet, sondern sollen in chronologischer Reihenfolge – beginnend mit dem Jahr 1034 und endend mit dem Jahr 1996 – Einblicke in die reiche Geschichte Ambergs geben. Dies gilt zum einen für die Überlieferung, die sich – soweit sie bei der Stadt entstanden ist – im Stadtarchiv Amberg befindet. Weitere Quellen, aus denen wichtige Aussagen zur Stadtgeschichte getroffen werden können, überliefern vor allem die Staatsarchive Amberg und Bamberg sowie das Bayerische Hauptstaatsarchiv in München. Vor diesem Hintergrund versteht es sich fast von selbst, dass es angesichts der erfreulich reichen Überlieferung notwendig war, eine Auswahl von 50 repräsentativen Ausstellungsstücken zu treffen, in der die verschiedenen „Archivalienarten“, vor allem Urkunden, Amtsbücher und Rechnungen präsentiert werden. Dazu zählen aber auch Wachssiegel, Bücher, Bilder, Skizzen und Pläne. Neben der historischen Aussage des jeweiligen Stücks kommt aber auch der ästhetische Aspekt nicht zu kurz, der einer ganzen Reihe von Archivalien eigen ist. Aus konservatorischen Gründen können die historischen Ausstellungsstücke allerdings nur bis zum 31. Mai 2009 gezeigt werden. 

Parallel zur Ausstellung ist ein gleichnamiger Begleitband erschienen. Alle Exponate werden dort ausführlich erklärt und ihre Bedeutung in den historischen Kontext gestellt. Ergänzend zur Ausstellung werden zudem auch noch Ausstellungsgespräche angeboten. Diese laden dazu ein, vier hochrangige und für die Stadtgeschichte bedeutende Exponate der Ausstellung im Hinblick auf ihre inneren und äußeren Merkmale vor allem aber im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Stadtgeschichte näher kennen zu lernen. Die Veranstaltung wird gemeinsam präsentiert von der VHS Amberg, dem Staatsarchiv Amberg und dem Stadtarchiv Amberg. Die Leitung der Veranstaltungen teilen sich Dr. Maria-Rita Sagstetter, Leiterin des Staatsarchivs Amberg, und Dr. Johannes Laschinger, Leiter des Stadtarchivs Amberg. Der Eintritt zu den Archivaliengesprächen, die jeweils von 19.00 – 20.30 Uhr im großen Saal des Stadtmuseums Amberg stattfinden, ist frei.

Info
4. Mai 2009: Erstnennung Ambergs: Die Urkunde vom 24. April 1034

11. Mai 2009: Vom Dorf zur Stadt

18. Mai 2009: Die Stadtrechtsurkunde Herzog Rudolfs I. von 1294

25. Mai 2009: Die Hammereinung von 1387

Kontakt
Staatsarchiv Amberg
Archivstr. 3 
92224 Amberg 
Tel.: 09621 / 307 – 270
Fax: 09621 / 307 – 288 
poststelle@staam.bayern.de

Stadtarchiv Amberg
Zeughausstraße 1
92224 Amberg
Tel.: 09621 / 10 – 266 oder 10 – 268
Fax: 09621 / 10 – 828
stadtarchiv@amberg.de

Stadtmuseum Amberg
Zeughausstraße 18
92224 Amberg
Tel.: 09621 / 10 – 283 oder 10 – 284
Fax: 09621 / 10 – 855
stadtmuseum@amberg.de 

Quelle: Pressemeldung Stadt Amberg, 16.4.2009; Kunst & Kultur Stadt Amberg; Marielouise Scharf, Oberpfalznetz, 18.4.2009; Termine Stadtarchiv Amberg.

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