Stadtarchiv und Stadtmuseum in Kitzingen wollen Briefe von Paul Eber erwerben

Das Stadtarchiv Kitzingen und das Stadtmuseum Kitzingen haben großes Interesse daran, zwei 450 Jahre alte Handschriften des evangelischen Theologen Paul Eber zu erwerben. Die beiden Briefe von 1548 und 1566 befinden sich im Wiener Antiquariat Inlibris und sind für 16.100 € zum Verkauf angeboten. Zwar hat sich die Stadt Kitzingen die Dokumente bis zum 2. September reservieren lassen, bisher scheiterte der Erwerb aber an den fehlenden finanziellen Mitteln.

Daher rufen Stadtarchiv und Stadtmuseum Kitzingen nun zu Spenden auf, um die wertvollen Autographen eines der berühmtesten Söhne der Stadt doch noch erstehen zu können. Um den historischen Wert der Handschriften abschätzen zu können, hat die Stadt zwei Leseproben von Inlibris erhalten. Aus diesen ist ersichtlich, dass beide Briefe an Ebers Studienfreund, den späteren Kitzinger Bürgermeister Friedrich Bernbeck gerichtet sind und sich mit persönlichen Dingen befassen.

Dass Stadtmuseum und Stadtarchiv gerade jetzt verstärktes Interesse an einem Erwerb der Dokumente äußern, ist auch dem 500. Geburtstag Ebers geschuldet, den die Stadt Kitzingen in diesem Jahr feierlich begeht. Geplant ist unter anderem eine Ausstellung, die durch die beiden Briefe aufgewertet werden soll. Paul Eber wurde 1511 in Kitzingen geboren und studierte an der Universität Wittenberg, wo er von Philipp Melanchthon gefördert wurde. Wittenberg blieb auch nach der Studienzeit Lebens- und Wirkungsmittelpunkt Ebers. So übte der Reformator mehrere Professuren an der Universität Wittenberg aus und war Oberprediger an der dortigen Schlosskirche. Eber starb 1569 daselbst.

Kontakt:
Stadtarchiv Kitzingen
Frau Doris Badel M.A.
Landwehrstr. 23
97318 Kitzingen
Telefon: 09321/927062
doris.badel@stadt-kitzingen.de
www.kitzingen.info/stadtarchiv.0.html

Quelle: Main Post, 23.8.2011

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