Vortragsreihe des Stadtarchivs Wedel im Jubiläumsjahr

Auch im Stadtarchiv Wedel wird längst Vergangenes wieder lebendig, wenn man sich nur die Mühe macht, in das Untergeschoss des Wedeler Rathauses zu Stadtarchivarin Anke Rannegger und ihrem Team hinabzusteigen. Derzeit umfasst der Bestand des Stadtarchivs Wedel 500 laufende Meter, darunter mehrere 10.000 Fotos, Dias und Negative. Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 1602.

Im Jahr 2011 wurde das Archiv insgesamt 353mal von Forschern und Privatleuten genutzt. Zum Jubiläumsjahr "800 Jahre Wedel 1212-2012" möchte das Stadtarchiv die Dokumente noch mehr Interessierten zugänglich machen: In sieben Vorträgen werden Höhepunkte aus den Archivbeständen vorgestellt.

Mit einem Skandal beginnt die Vortragsreihe des Stadtarchivs Wedel, die in diesem Jubiläumsjahr erstmalig stattfinden wird. Die für die Vortragsreihe ausgewählten Referenten sind allesamt eifrige Benutzer des Stadtarchivs Wedel und gewähren den Zuhörern einen spannenden Einblick in ihre Forschungsergebnisse. „Der Schrecken von Wedel“ und andere Skandale im Dritten Reich, lautet der Titel des ersten Referenten Dr. Arno Schöppe. Der Vortragende erarbeitet seit Jahren die Geschichte Wedels in der Zeit des Nationalsozialismus und der direkten Nachkriegszeit. Er wird über die dadurch gewonnenen Erkenntnisse zu den kleinen und großen öffentlichen Anstoß erregenden Vorgängen aus der Zeit von 1933-1945 sprechen. So wird er dem interessierten Publikum die Herren D. Biesterfeldt, ein gerichtsbekannter notorischer Querulant, H. Körner, den man auch als „Aufräumer“ bezeichnen könnte und K. Heuer, der vom Bürgermeister Dr. Ladwig als der „Schrecken von Wedel“ benannt wurde, ein wenig näher bringen. Der pikante Vortrag findet am Dienstag, den 14. Februar 2012, um 19.00 Uhr, im Rathaus, in Raum Caudry, statt. Die weiteren Termine lauten 13. März 2012, 10. April 2012, 15. Mai 2012, 11. September 2012, 09. Oktober 2012 und 13. November 2012. Jeweils dienstags um 19.00 Uhr. Die Vorträge sind kostenfrei.

Aber auch außerhalb der Vortragsreihe haben Rannegger und ihre Mitarbeiter Uwe Pein und Jürgen Strohsal alle Hände voll zu tun. In der letzten Zeit haben zahlreiche Wedeler ihre Sammlungen und Privatarchive an das Stadtarchiv übergeben. Diese müssen gesichtet und geordnet werden – und gut verpackt. Findbücher zu den Beständen finden Interessierte auf den Seiten des Stadtarchivs im Internet unter www.wedel.de.

Link: Faltblatt zur Vortragsreihe

Kontakt:
Stadtarchiv Wedel
Anke Rannegger
Rathausplatz 3-5
22880 Wedel
Telefon: 04103 707 215
Fax: 04103 707 88 215
A.Rannegger@stadt.wedel.de

Quelle: Sven Kamin, Pinneberger Tageblatt, 7.2.2012; Stadtarchiv Wedel, Vortragsreihe.

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