Kooperationsverbund Digitale Archivierung Nord (DAN)

In der zunehmend digitalen Welt entstehen immer mehr und unterschiedlichste Datenmengen. Archive müssen daher unter anderem in den Behörden, Gerichten und Verfassungsorganen entstehende digitale Daten nicht nur bewerten und bei bleibendem Wert übernehmen, sondern diese auch dauerhaft erhalten und so archivieren, dass sie über Jahrhunderte hinweg nutzbar sind. Um diesen Herausforderungen bestmöglich zu begegnen, haben sich die Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein zum Kooperationsverbund „Digitale Archivierung Nord (DAN)“ zusammengeschlossen.

Grundgedanke ist, ein gemeinsames elektronisches Magazin zur Archivierung digitaler Unterlagen der staatlichen Archive einzurichten, das von einem IT-Dienstleister betrieben wird. Dadurch wird der Aufbau redundanter IT-Infrastrukturen in den beteiligten Ländern vermieden und notwendig anfallende Kosten für den Betrieb werden gesenkt. Für jeden Partner wird eine eigene Instanz eingerichtet, die jeweils auf einem eigenen Server betrieben wird.

Für den Kooperationsverbund DAN hat sich Hamburg als über mehrere Jahre federführendes Bundesland besonders engagiert. Das gemeinsame digitale Magazin befindet sich seit dem 1.12.2018 im Betrieb. Die symbolische Freischaltung erfolgte in Magdeburg durch Holger Stahlknecht, den Innenminister des gegenwärtig federführenden Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Durch die länderübergreifende Kooperation erhofft man weitere Synergien bei der fachlichen Zusammenarbeit – vor allem in der Konzeption der Übernahme unterschiedlichster Arten von Aufzeichnungen sowie bei der Bestandserhaltung.

Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, über den DAN: „Seit vielen Jahren stellt sich das Staatsarchiv Hamburg den Herausforderungen der Digitalisierung. Damit wir auch in Zukunft die Prozesse in unserer Gesellschaft nachvollziehen können, war es notwendig, Wege zu finden, mit denen das zunehmend digital vorliegende Archivgut dauerhaft erhalten und der Forschung zugänglich gemacht werden kann. Mit dem gemeinsamen digitalen Magazin verfügt das Staatsarchiv jetzt über die organisatorische und technische Infrastruktur, um auch die digitale archivische Überlieferung zu bewahren. Es ist gut, dass es gelungen ist, hier mit mehreren Ländern Standards zu setzen und Synergien zu nutzen.“

Ursprünglich sollte das Kooperationsprojekt der fünf norddeutschen Bundesländer bereits 2016 an den Start gegangen sein („Daten in Gefahr? Digitales Archiv verzögert sich um Jahre“, Hamburger Abendblatt, 20.1.2017).

 

Quelle: Stadt Hamburg, Pressemitteilung, 14.12.2018

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