Stadtgeschichte(n) aus 9 Jahrhunderten im Haus der Essener Geschichte

Das Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv (HdEG) ist im Jahr 2020 zehn Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass hat das HdEG-Team die Ausstellung „Stadtgeschichte(n) aus 9 Jahrhunderten. Ausgewählte Quellen aus dem Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv“ erarbeitet.

Gleichzeitig konnte im Jahr 2020 auch der Historische Verein für Stadt und Stift Essen e.V., der am 27. Oktober 1880 gegründet wurde und seinen Sitz ebenfalls in der ehemaligen Luisenschule hat, sein 140-jähriges Jubiläum feiern. Über die wechselvolle Vereinsgeschichte informiert die Ausstellung „Aufruf! 140 Jahre Netzwerker für die Kultur. Der Historische Verein für Stadt und Stift Essen e.V.“

Beide Ausstellungen wurden bereits am 29. Oktober 2020 im Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv eröffnet, konnten aber bislang aufgrund der Pandemiesituation nicht gezeigt werden. Jetzt besteht aber die Möglichkeit, die Ausstellungen online auf der Homepage des Stadtarchivs zu besichtigen.

Die Ausstellung „Stadtgeschichte(n) aus 9 Jahrhunderten. Ausgewählte Quellen aus dem Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv“:


Abb.: Ansichten der Städte Essen und Werden, aus: Jan Janssonius, Newer Atlas (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv)

Das Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv wurde als eine von vier städtischen Kultureinrichtungen im Kulturhauptstadtjahr 2010 neu eröffnet. Seitdem ist es mit seinen drei Säulen, dem Stadtarchiv, der historischen Dauerausstellung „Essen – Geschichte einer Großstadt im 20. Jahrhundert“ und der Fachbibliothek Stadt & Region, das Kompetenzzentrum für die Essener Stadtgeschichte.


Abb.: Innenansicht Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv (Foto: Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv)

Seinen Sitz hat das Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv in der 1906 errichteten ehemaligen Luisenschule am Bismarckplatz, die für die Zwecke des neuen Kulturinstituts baulich adaptiert wurde. Auf dem ehemaligen Schulhof wurde nach Entwürfen der Essener Architekten Hermann Scheidt und Frank Ahlbrecht ein mehrfach ausgezeichnetes Magazingebäude zur sachgerechten Unterbringung der wertvollen Bestände gebaut. Es sticht durch seine markante Cortenstahlfassade hervor und dient mit seinem Konzept der natürlichen Klimatisierung heute als Modell für andere Archivbauten im Rheinland.


Abb.: Das Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv (Foto: Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv)

Das Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv ist das Gedächtnis der Stadt Essen. Es bewahrt derzeit Archivgut im Umfang von etwa zehn Kilometern und stellt es für die Nutzung bereit. Neben Dortmund und Duisburg ist Essen eine der wenigen Städte im Ruhrgebiet, die auf eine städtische Tradition bis ins Mittelalter zurückblicken können. Dies spiegelt sich auch in der Überlieferung wider, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Die im HdEG verwahrten Quellen sind äußerst vielfältig. Urkunden, Amtsbücher, Akten, Karten und Pläne, Plakate, Münzen, Siegel machen die lange Stadtgeschichte Essens bis heute sichtbar und lebendig. Die Ausstellung bietet in elf thematischen Kapiteln insgesamt 40 ausgewählte Originalquellen aus dem Zeitraum von 1272 bis 2020. Die meisten Exponate werden erstmals öffentlich gezeigt. Jedes Kapitel wird durch einen einleitenden Text eröffnet. Dann werden die einzelnen Exponate mit Text und Bild vorgestellt. Bislang sind sieben Kapitel freigeschaltet worden. Die übrigen Kapitel folgen bis Mitte März 2021.

Die Ausstellung „Aufruf! 140 Jahre Netzwerker für die Kultur“:

Seit seinen Anfängen tritt der Historische Verein als Netzwerker für die (Geschichts-)Kultur in Essen auf.


Abb.: Am 21. Oktober 1880 veröffentlichte der Apotheker Wilhelm Grevel in der Essener Zeitung einen Aufruf zur Gründung eines Historischen Vereins, dem 32 Herren folgten (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv)

So engagierte er sich sowohl für die Gründung der Stadtbibliothek als auch für die Einrichtung eines Stadtmuseums, das die Keimzelle des Ruhr Museums und des Museums Folkwang bildete. Nicht zuletzt setzte sich der Historische Verein für das Stadtarchiv ein, das zunächst vom Verein ehrenamtlich mitbetreut wurde und erst seit 1936 eine eigene, hauptamtlich geführte Dienststelle der Stadt Essen ist. Die Roll-Up-Ausstellung stellt in sieben Kapiteln die wechselvolle Geschichte sowie die heutigen Aufgaben und Aktivitäten des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen vor. Zum Abschluss präsentiert eine Chronik die Vereinsaktivitäten der letzten 140 Jahre.

Kontakt:
Haus der Essener Stadtgeschichte / Stadtarchiv
Ernst-Schmidt-Platz 1
45128 Essen
Tel.: 0201 / 8841 300
Fax: 0201 / 8841 313
hdeg@essen.de
www.essen.de/stadtarchiv

Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e.V.
Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv
(alt Bismackplatz 10, Luisenschule)
Ernst-Schmidt-Platz 1
45128 Essen
Tel: 0201 / 5147550
info@hv-essen.de
www.hv-essen.de

Quelle: Stadt Essen, Pressemeldung, 19.2.2021

 

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