Symposium über Frauen der Staufer

Das Interesse an den Staufern ist groß. Deshalb bietet die Göppinger Gesellschaft für staufische Geschichte im Wechsel zu den Staufertagen Symposien über dieses Herrschergeschlecht an. Das nächste findet am 15. November statt.

Die Staufer sind gefragt. Nicht nur bei den Teilnehmern der Symposien. Die Gesellschaft für staufische Geschichte hat auch keine Mühe, namhafte Referenten nach Göppingen zu holen. „Wir haben bisher noch keine Absage bekommen“, erklärt der Vorsitzende der Gesellschaft, Claus Anshof. Er denkt, dass die schnelle Veröffentlichung der Vorträge in einem Buch ein Anreiz für die Historiker ist, in Göppingen vor einem interessierten Laienpublikum zu sprechen.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Symposiums stehen, wie bereits vor zwei Jahren, die Frauen der Staufer. Der Bonner Historiker Theo Kölzer beschäftigt sich mit Kaiserin Konstanze, der Gemahlin Heinrichs VI., die von 1154 bis 1198 lebte. Über die byzantinische Kaisertochter Irene, die als Frau Philipps von Schwaben 830 in Aachen gekrönt wurde, spricht Maria Magdalena Rückert vom Staatsarchiv in Ludwigsburg. Nachmittags schließen sich Vorträge über die Frauen Kaiser Friedrichs II. sowie Margarete von Babenberg und Elisabeth von Bayern an. Einen Überblick über die Heiratspolitik der Staufer im zwölften Jahrhundert gibt der Bonner Historiker Tobias Weller. Die Abschlussdiskussion, die um 16.45 Uhr beginnt, moderiert der Stuttgarter Historiker Wolfgang Stürner.

200 Teilnehmer haben sich für dieses dritte Symposium angemeldet. „Davon ist etwa die Hälfte von außerhalb“, freut sich Anshof. Dass die Staufer eine so große Faszination ausstrahlen, führt er darauf zurück, dass unter ihrer Herrschaft der europäische Gedanke erstmals Gestalt annahm. Das Interesse an den Staufern zeige sich aber nicht nur an dem großen Interesse für die Staufertage und die Symposien, die im Wechsel alle zwei Jahre stattfinden. Auch die Mitgliederzahl der Gesellschaft für staufische Geschichte sei sprunghaft gestiegen. „Und auch da kommen viele von außerhalb dazu.“

Kontakt:
Gesellschaft für Staufische Geschichte Göppingen
Claus Anshof
Hohenstaufenstr. 12
73108 Gammelshausen
 
Dr. Karl-Heinz Rueß, Geschäftsführer
Schlossstr. 14 (Stadtarchiv)
73033 Göppingen
Tel:  07161 / 97 95 22
Fax:  07161 / 97 95 21 

Quelle: Stuttgarter Zeitung, 8.11.2003

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