Ausstellung „Deutsche Jüdische Soldaten“ in Celle

Die sehenswerte Ausstellung „Deutsche Jüdische Soldaten“, die derzeit in der Alten Exerzierhalle in Celle zu sehen ist, behandelt auf 69 Bild- und 36 Texttafeln das Schicksal jüdischer Soldaten in Deutschland. Der Ausflug in die Geschichte reicht von der Epoche der Juden-Emanzipation zu Anfang des 19. Jahrhunderts bis zum Zeitalter der Weltkriege. Die Ausstellung setzt einerseits ein Denkmal für die deutschen jüdischen Soldaten und für die Bedeutung, die ihr Dienst für die in Deutschland lebenden Juden gehabt hat. Und sie zeigt andererseits die Verklammerung von Militärdienst und Integrationsanspruch – ein Anspruch, der nie richtig realisiert wurde.

Konzipiert wurde die Wanderausstellung bereits bis 1996 vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Zusammenarbeit mit dem Moses Mendelssohn Zentrum in Potsdam und dem Centrum Judaicum in Berlin. Dem Stadtarchiv Celle, allen voran Leiterin Sabine Maehnert, ist es zu verdanken, dass die Stadt, das Ausbildungszentrum C der Heeresfliegerwafffenschule Wietzenbruch und die Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit die Schau in Celle präsentieren.

Info:
Die Ausstellung ist bis zum 29. August in der Alten Exerzierhalle, Helmuth-Hörstmann-Weg 1, in Celle, zu sehen. Sie ist täglich von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

Veranstalter:
Stadt Celle – Stadtarchiv Celle,
Ausbildungszentrum C der Heeresfliegerwaffenschule Wietzenbruch, Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

Katalog:
Deutsche Jüdische Soldaten. Von der Epoche der Emanzipation bis zum Zeitalter der Weltkriege. Eine Ausstellung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes in Zusammenarbeit mit dem Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam und dem Centrum Judaicum Berlin. Hamburg, Berlin, Bonn: Verlag E.S. Mittler u. Sohn, 3. Aufl. 1996, 209. S., EUR 14,90, ISBN 3-8132-0525-8.

Quelle: Silja Weißer, Cellesche Zeitung, 20.7.2004

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