Dokumentation zur Bochumer Campussanierung

Pünktlich zur Grundsteinlegung des Neubaus ID an der Ruhr-Universität Bochum am 20. März 2009 ist eine Dokumentation zur Campussanierung erschienen. Der Bau des neuen Gebäudes ist der erste Schritt zur umfassenden Modernisierung des Campus. Sie wird laut den Planungen gut eineinhalb Jahrzehnte – mehrere Studentengenerationen – in Anspruch nehmen und ist in ihren Dimensionen durchaus mit dem Aufbau der RUB in den 60er und 70er Jahres des vorigen Jahrhunderts vergleichbar. Grund genug für Jörg Lorenz, Leiter des Universitätsarchivs Bochum, und seine Mitarbeiterin Alexandra Apfelbaum, mit einer Dokumentation Rückschau zu halten – sowohl auf den recht langen, weil komplexen Weg der so genannten Hochschulstandortentwicklungsplanung als auch auf die vielfältigen Arbeiten zur Instandhaltung und Instandsetzung zuvor, die die (Bau-)Geschichte der RUB von Anfang an begleiteten.

Beton ist keineswegs so hart und unverwüstlich, wie es der sprichwörtliche Gebrauch des Begriffs nahe legt. Schon zehn Jahre nach Errichtung der ersten Bauten auf dem Campus zeigten sich Schäden, die eine umfassende Fassadensanierung unumgänglich machten. Im Zuge dieser Arbeiten erhielt der Campus auch das heute bekannte Farbleitsystem, die neue Farbigkeit löste das in den 1960er Jahren explizit gewollte „betongrau“ der Gebäude ab. Weitere Themen der Dokumentation sind die immer wieder notwendigen Instandsetzungen an den Flachdächern der Uni-Bauten, die Asbestsanierung und die Komplettsanierung der Mensa zu Anfang unseres Jahrtausends.

Langfristig geht es der Ruhr-Universität Bochum darum, die Idee des „Campus als Lebensraum“ zu verwirklichen. Der Prozess der Hochschulstandortentwicklungsplanung – er macht den Schwerpunkt der Dokumentation aus – wurde angestoßen, um vom Stückwerk der Instandsetzungen der vergangenen Jahrzehnte wegzukommen hin zu einer umfassenden Gesamtkonzeption. Dazu gehört neben der rein baulichen Planung die strukturelle Anpassung in Forschung und Lehre und damit die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Universität, beispielweise durch gezielte Schwerpunktbildung. Das bereits 2006 im Wesentlichen beschlossene Realisierungskonzept sieht die Sanierung aller Gebäude der RUB innerhalb der nächsten 13 bis 16 Jahre vor – auch logistisch ist das eine große Herausforderung. Die Dokumentation, die man im Uni-Shop am Infopoint in der Universitätsverwaltung erhält, ist mit Fotomaterial aus dem Universitätsarchiv sowie einer Vielzahl von erläuternden Grafiken illustriert.

Info
Jörg Lorenz: Sanieren – gestalten – entwickeln. Von der Bauunterhaltung an der Ruhr-Universität Bochum zur Sanierung nach Standortkonzept, Bochum 2009, 63 S., 40 Abb., 12 Quellenauszüge, 2 Euro

Kontakt
Universitätsarchiv Bochum
Universitätsstraße 150
44801 Bochum 
Tel.: 0234 / 32 – 22 333 oder – 26 438 
Fax: 0234 / 32 – 02 333 
archiv@ruhr-uni-bochum.de 
Joerg.Lorenz@uv.rub.de

Quelle: Pressemeldung Ruhr-Universität Bochum, 23.3.2009

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