Stadtarchiv Paderborn überprüft aus Sicherheitsgründen altes Filmmaterial

Das Stadtarchiv Paderborn ist zur Zeit damit beschäftigt, Fotomaterial aus den Jahren 1889 bis in die 1950er Jahre aus seinem Bestand zu entfernen. Die Negativfilme, die während dieser Jahre überwiegend aus dem gefährlichen Zellulosenitrat hergestellt wurden, können sich bei nicht sachgemäßer Lagerung und bei Temperaturen über 35 Grad Celsius selbst entzünden. Diese Gefahr ist allerdings in den klimatisierten Magazinen des Stadtarchivs Paderborn nur gering. Darüber hinaus zersetzen sich diese Filme aber und können durch dabei frei werdende säurehaltige Gase die in ihrer Nähe gelagerten übrigen Archivalien schädigen. Im Stadtarchiv Paderborn werden deshalb alle Nitratnegative auf Sicherheitsfilme dupliziert und anschließend vernichtet. Da die Gefährlichkeit vieler alter Filme kaum in der Öffentlichkeit bekannt ist, bietet das Stadtarchiv deshalb allen Paderborner Bürgern die Möglichkeit, ihr altes Filmmaterial aus den Jahren vor 1960 im Archiv testen und identifizieren sowie anschließend gefahrlos vernichten zu lassen. Sollte sich bei der Sichtung der Filme interessantes und historisch bedeutendes Material finden, übernimmt das Archiv die Kosten für die Duplizierung und erhält dafür im Gegenzug wichtiges Bildmaterial für die Überlieferung des Paderborner Stadtbildes.

Kontakt
Stadtarchiv Paderborn
Pontanusstraße 55
33102 Paderborn
Tel.: 05251 / 88 1593
Fax: 05251 / 88 2047
stadtarchiv@paderborn.de 

Quelle: Marcus Kaiser, Wochenspiegel Paderborn, 23.8.2007

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


  • Um AUGIAS.Net aktuell zu halten, würden wir uns auch über Ihre Mithilfe freuen: Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf, wenn Sie Neuigkeiten aus dem Archivwesen haben (Nachrichten, Literatur, Links, Termine etc.).
Top