Stadtarchiv Greven beteiligt sich an DFG-Pilotprojekt

Die Datenmenge, die das Stadtarchiv Greven derzeit digitalisieren lässt, ist beachtlich. Über 2000 Sitzungsprotokolle aus den Jahren 1809 bis 1954 mit mehr als 6500 Seiten enthalten die 21 Protokollbücher des Amtes Greven, der Gemeinden Greven-Dorf, Greven rechts und links der Ems, Gimbte und der Stadt Greven.

31 westfälische Gemeinde-, Kreis- und Stadtarchive sowie das Archiv des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe beteiligen sich an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte und vom LWL-Archivamt für Westfalen in Münster koordinierten Projekt.

Dr. Stefan Schröder und Angelika Haves vom Stadtarchiv Greven (Foto: Stadt Greven)

Abb.: Dr. Stefan Schröder und Angelika Haves vom Stadtarchiv Greven (Foto: Stadt Greven)

"Es ist ein Zukunftsprojekt, an dem wir uns gerne beteiligen, schließlich wollen wir unseren Nutzerinnen und Nutzern auch weiterhin bestmöglichen Service bieten", betonen Angelika Haves und Dr. Stefan Schröder vom Grevener Stadtarchiv. Wenn das über einen Zeitraum von zwei Jahren laufende Projekt abgeschlossen ist, werden die Protokollbücher im Internet auf den Seiten des Archivportals NRW weltweit rund um die Uhr abrufbar sein.

Nebeneffekt: Ein weiteres Findbuch zu den Akten der Jahre 1932 bis 1952 mit über 3000 Akten wird gleichzeitig online verfügbar sein. Damit wird die Nutzerfreundlichkeit und der Recherchekomfort des Stadtarchivs deutlich verbessert. "Bislang sind etwa 3000 unserer Archivalien im Internet recherchierbar, bald werden es doppelt so viele sein", freut sich das Team des Stadtarchivs.

Die Nutzungszahlen der Grevener Seiten des Archivportals www.archive.nrw.de weisen seit Jahren einige Tausend Anfragen pro Monat aus und zeigen die Bedeutung des Internetangebots. "Inzwischen gehen die meisten Besucher zuerst auf unsere Internetseiten", ist sich Schröder sicher. Besonders Auswärtige, die nicht direkt den Weg ins Stadtarchiv gehen möchten, dürften das Angebot zu schätzen wissen. Aber auch für alle Interessierten aus Greven ist es komfortabel, viele Informationen schon im Internet zu finden.

Das DFG-Projekt wartet noch mit einem weiteren Bonbon auf: Zusätzlich zu den Protokollbüchern wird auch ein Brandsozietätskataster der Kirchspiele Greven, Gimbte, Hembergen, Nordwalde, Altenberge und Nienberge aus dem Jahr 1790 digitalisiert. Es enthält auf 150 Seiten Angaben zu Gebäuden und Hausbesitzern und ist eine wertvolle Quelle für die Grevener Geschichte und die Umlandgemeinden.

Kontakt:
Stadtarchiv Greven
Rathausstr. 6
48268 Greven
Telefon: 02571/920-358 (-458)
Telefax: 02571/920-320
archiv@stadt-greven.de

Quelle: Stadt Greven, Pressemitteilung, 16.5.2013

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