Der Feind in der Stadt. Vom Umgang mit Seuchen in Augsburg, München und Nürnberg

Ausstellung der Bayerischen Archivschule

Alles ist hin! So wie dem lieben Augustin aus Wien während einer Pestepidemie im 17. Jahrhundert mag es zahllosen Augsburger, Münchner und Nürnberger Stadtbewohnern vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert hinein auch vorgekommen sein: Ein Feind war in den geschützten Raum der Stadt eingedrungen. Der Feind hatte zahlreiche Namen wie Pest, Tuberkulose oder Cholera. Für viele brachte er den Tod oder eine lange, qualvolle Krankheitszeit mit sich. Das soziale, kulturelle, wirtschaftliche und politische Gefüge einer Stadt geriet regelmäßig aus dem Gleichgewicht. Wie aber konnte und sollte man auf eine solche Bedrohung reagieren? welche Maßnahmen zur Vorbeugung und Eindämmung einer Seuche konnten ergriffen werden?

Diesen und anderen Fragen geht die kleine Ausstellung der Bayerischen Archivschule in München mit insgesamt 40 Exponaten auf den Grund. Sie gewährt Einblick in kultische, organisatorische und städtebauliche Maßnahmen, mit denen die drei Städte versuchten, mit dieser immerwährenden Bedrohung umzugehen und beleuchten damit einen zentralen Aspekt urbaner Entwicklung.

Info:
Der Feind in der Stadt. Vom Umgang mit Seuchen in Augsburg, München und Nürnberg
Eine kleine Ausstellung der Bayerischen Archivschule.
Bearbeitet von Dominik Feldmann, Andrea Jakoby, Antonia Landois und Bettins Pfotenhauer

Ausstellungsort:
Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Hauptgebäude Schönfeldstraße 5, 1. OG
80539 München

Ausstellungszeitraum:
15.03.2016 – 29.04.2016
Mo – Do 08:30-18:00, Fr 08:30-13:30
geschlossen an Feiertagen

Der Eintritt ist frei.

Begleitend zur Ausstellung kann ein 67-seitiger, reich illustrierter Katalog gegen eine Schutzgebühr von 1 € im Foyer des Bayerischen Hauptstaatsarchivs erworben werden.

Quelle: Andreas Nestl, Archivliste, 22.3.2016

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