Stammheim-Tonbänder als Hörbuch erschienen

Dreißig Jahre lagen sie im Keller des Oberlandesgerichts Stuttgart und galten als vernichtet. Zwischenzeitlich konnten sie als Archivgut in das Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg) überführt werden. Jetzt gibt diese vom WDR zusammengestellte Auswahl aus den wieder aufgefundenen Tonbändern Einblick in den Stammheimer Gerichtsprozess gegen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Jan-Carl Raspe. 

Sondergesetze, Misstrauensanträge der Verteidigung, Versuche der Angeklagten, ein Tribunal gegen den Vietnamkrieg und die Isolationsfolter zu schaffen – die Aufzeichnungen legen Zeugnis ab von hochaggressiven Wortwechseln und politischen Deklamationen. Ein Tondokument von politischer Wucht.

Maximilian Schönherr: Die Stammheim-Bänder. Baader-Meinhof vor Gericht
Regie: Nikolai von Koslowski
Produktion: Westdeutscher Rundfunk
1 CD, ca. 78 Minuten
978-3-89813-786-7
15,99 € (unverbindl. Preisempfehlung)
Erschienen bei: Der Audio Verlag

Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Pressemitteilung, 11.9.2008

78. Deutscher Archivtag in Erfurt

Über den am 16. September 2008 in Erfurt gestarteten 78. Deutschen Archivtag berichtet die Thüringer Allgemeine. Robert Kretzschmar, Vorsitzender des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare, freue sich über 800 Anmeldungen zum Archivtag. Das für alle Archive und Archivsparten wichtige Tagungsthema "Bestandserhaltung analoger und digitaler Unterlagen\“ umreiße die entscheidende Zukunftsfrage des Archivwesens.

Kretzschmar hob den derzeitigen Umbruch bei der Überlieferungsbildung hervor. Es gehe zunehmend um digitale Unterlagen, nicht mehr nur um Papier und Pergament. Obwohl Experten immer bessere Methoden entwickelten, altes Pergament, Papier und Siegelwachs zu bewahren, Tintenfraß zu stoppen und selbst schwer beschädigte Bücher und Urkunden zu retten, gebe es viele Problembereiche: Unterlagen aus den Nachkriegszeiten etwa mit ihren schlechten Papierqualitäten oder das saure Holzschliffpapier des 19. Jahrhunderts. Das Ringen um die Erhaltung digitalisierter Daten fange zudem erst an. Bundesweit seien Millioneninvestitionen nötig, um Strategien zur Sicherung digitaler Daten zu entwickeln.

Der Deutsche Archivtag findet auf der Erfurter Messe statt und dauert bis zum 19. September. Die zeitgleiche Fachmesse "Archivistica" ist für jedermann zugänglich.

Links

Quelle: Frauke Adrians, Thüringer Allgemeine, 16.9.2008; MDR Thüringen, 16.9.2008

Naturschutzarchiv Mecklenburg-Vorpommern wird erschlossen

Seit 1990 beschäftigt sich das Institut für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e.V. (IUGR) an der Hochschule Neubrandenburg mit der Geschichte des Natur- und Umweltschutzes in der DDR und in den ostdeutschen Bundesländern. Das umfangreiche IUGR-Archiv ("Studienarchiv Umweltgeschichte") umfasst mittlerweile 140 laufende Meter Archivalien aus privaten und institutionellen Vor- und Nachlässen. Gleichzeitig entwickelte das Institut Kooperationsbeziehungen zu Einrichtungen, die ebenfalls über Naturschutzarchive verfügen. 

Dazu gehört in Mecklenburg-Vorpommern das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG). Dieses Archiv enthält Unterlagen der Landesstelle für Naturschutz Mecklenburg (1935-1945), der neu begründeten Landesstelle für Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern (1947-1952) und vor allem des Instituts für Landschaftsforschung und Naturschutz bei der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR, Zweigstelle Greifswald (1954-1991).

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Abb.: Andreas Grape vom Institut für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e. V. erschließt das Naturschutzarchiv des LUNG (Foto: HS Neubrandenburg).

Mit finanzieller Unterstützung des LUNG, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) und der Hochschule Neubrandenburg wird der Archivar Andreas Grape im Studienarchiv Umweltgeschichte die 1991 geschlossenen Aktenbestände des Naturschutzarchivs des LUNG erschließen und ein internetfähiges Findbuch erstellen.

Kontakt:
IUGR e.V. an der Hochschule Neubrandenburg
Postfach 110121
17041 Neubrandenburg
Tel.: 0395 / 5693-223
info@iugr.net

Quelle: HS Neubrandenburg, 16.9.2008; MVregio Landesdienst, 16.9.2008

Bielefelder Kirchenkampfsammlung wird entsäuert

Eine der bedeutendsten Archivalien-Sammlungen zum Kirchenkampf im „Dritten Reich“ droht nach und nach zu zerfallen. Jetzt wird die sog. Sammlung Wilhelm Niemöller des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen durch ein Entsäuerungsverfahren gerettet.

Das Land NRW begründete im Jahr 2006 eine landesweite Initiative zum Substanzerhalt von Archivgut. Durch ihre Massenentsäuerung können brüchige Archivalien für die Zukunft gesichert werden. An der von den Landschaftsverbänden umgesetzten Landesinitiative beteiligt sich ebenfalls das Stadtarchiv und die Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld. Dies fungiert zugleich als Unterzentrum zur Vorbereitung des Archivgutes. Zuletzt wurden hier mehrere hundert Akten der Bielefelder Kirchenkampfsammlung vorsortiert, geglättet und umgebettet.

Bei der Kirchenkampfsammlung des Landeskirchlichen Archivs Bielefeld handelt es sich um einen umfangreichen und historisch wichtigen Bestand zur Erforschung der kirchenpolitischen Auseinandersetzungen zwischen der Bekennenden Kirche und den sog. Deutschen Christen in der Zeit des Nationalsozialismus seit 1933. Sie wurde angelegt vom Bielefelder Pfarrer Wilhelm Niemöller, dem Bruder des bekannten NS-Regimegegners und Theologen Martin Niemöller. 1963 übernahm das Landeskirchliche Archiv die Sammlung und erschloss diese über mehrere Jahre inhaltlich für die kirchengeschichtliche Forschung.

Papier ist jedoch alles andere als geduldig. Es ist hingegen sauer, wenn es aus dem Zeitraum von 1840 bis etwa 1980 stammt. In diesen Jahren wurden Papiere aus holzhaltigen Stoffen anstelle von hochwertigen Gewebefasern sowie mit Harzen anstelle von tierischen Leimen produziert. Diese Papiere bilden in Verbindung mit Feuchtigkeit jedoch Säuren. Die Folge ist ein kontinuierlicher Papierzerfall; das Papier wird braun und brüchig. 

Nur die Entsäuerung kann das Archivgut vor dem schleichenden Zerfall bewahren. In einem seifigen Bad werden die Säuren neutralisiert, dabei die Schrift, die Tinten und die Stempel aber nicht abgelöst. Eine Spezialfirma in Brauweiler betreibt die Entsäuerungsanlage, die Blatt für Blatt in den gewünschten alkalischen Bereich (ph-Wert ca. 8) bringt und anschließend trocknet.

Das gesamte Verfahren dauert mehrere Wochen und Monate, eine Zeit, in der das Landeskirchliche Archiv aber gern auf die Rückkehr seines Archivgutes nach Bielefeld wartet. Die Landesinitiative Substanzerhalt ermögliche es den nichtstaatlichen Archiven, wertvolles Kulturgut zur Geschichte des Landes zu erträglichen Konditionen zu erhalten. Die Kosten für die Entsäuerung in Höhe von mehreren zehntausend Euro tragen das Land und die Evangelische Kirche von Westfalen anteilig. Die Bielefelder Kirchenkampfsammlung umfasst rund tausend Akten in 320 Archivkartons. Die ersten 91 Kartons sind nunmehr entsäuert, die nächsten 67 Kartons wurden am 12. September aus ihrer Vorsortierungsstelle im Stadtarchiv Bielefeld abgeholt und nach Brauweiler verbracht. Zeitgleich gingen weitere Archivalien des Stadtarchivs Bielefeld mit auf den Weg zur Massenentsäuerung. 

In einigen Monaten können die Forscher wieder mit den restaurierten Unterlagen arbeiten.

Kontakt:
Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen
Ritterstraße 19
33602 Bielefeld
0521/594296
archiv@lka.ekvw.de
www.archiv-ekvw.de

Österreichischer Historiker- und Archivtag in St. Pölten

Das Niederösterreichische Landesarchiv richtet 2008 den Österreichischen Historikertag in St. Pölten aus. Es ist der größte geisteswissenschaftliche Kongress Österreichs. Die Tagung wird am 15. September 2008 durch den Österreichischen Archivtag eingeleitet, der sich Fragen der Strukturen und Erschließung der Archivbestände in Österreich widmet. Um 18.30 Uhr findet im NÖ Landesarchiv eine Lesung aus Original-Quellen des NÖ Landesarchivs statt. Die Schauspieler Lotte Ledl und Hannes Gastinger verleihen den \“Stimmen der Vergangenheit\“ neues Leben – in den Depots des NÖ Landesarchivs, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.

Der 25. Österreichische Historikertag wird am 16. September um 12 Uhr im Großen Saal des Festspielhauses von Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka eröffnet. Univ.Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, Rektor der Universität Innsbruck, spricht im Eröffnungsvortrag über die \“Fragile Basis der Geisteswissenschaften und ihre machtvolle Entwicklung\“. Bis 19. September wird in verschiedenen Sektionen – von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Zeitgeschichte, von der Numismatik bis zu Wissenschaftsgeschichte, von der Quantifizierung bis zur Medienkunde – ein Überblick über die breit gestreuten Forschungsfelder der österreichischen Historikerinnen und Historiker geboten.

Mit der Einrichtung der Sektion \“Geschlechtergeschichte\“ kann der Etablierung dieser längst erfolgreich verankerten Disziplin auch am Historikertag Rechnung getragen werden. Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs wird eine Sektion \“Jüdische Geschichte Österreichs\“ geführt.

Die Sektionen und Vorträge finden im Festspielhaus und in den Räumen der NÖ Landesbibliothek statt. Exkursionen in die Wachau, in das Mostviertel und in den Wienerwald ergänzen das Programm. Mittwoch und Donnerstag werden Führungen durch das NÖ Landesarchiv angeboten. Im Rahmen des Kongresses präsentiert das NÖ Landesarchiv auch seine neueste Publikation, etwa das soeben erschienene Werk \“Niederösterreich im 20. Jahrhundert\“.

Link: www.historikertag.at 

Kontakt:
Niederösterreichisches Landesarchiv
Landhausplatz 1
A-3109 St. Pölten
02742/9005-16255

Quelle: OTS, Pressemitteilung, 11.9.2008

Multimedia Collection Management

Im Rahmen des Leonardo da Vinci Programms der EU ist ein E-Learning Kurs zum Thema Multimedia Collection Management entstanden. Ziel des Projekts ist es, internetbasiertes Lernmaterial zur Aus- und Weiterbildung von Archiv-Mitarbeitern im Bereich Audio- und Video-Sammlungen zur Verfügung zu stellen.

Die Zielgruppen des Projekts sind der Kultur- und der Medienbereich, zwischen denen immer stärkere Interaktionen herrschen. In den letzten Jahren nahmen audio-visuelle Anteile eine relevante Rolle in der kulturellen und wissenschaftlichen Media-Produktion ein, wodurch auch neue Probleme bezüglich der Bewahrung von gut organisierten Sammlungen aufgetaucht sind. 

Vier Zielgruppen werden vom Projekt angesprochen: 
1) Bibliotheks- und Archivangestellte mit einem klassischen Wissenshintergrund, die mit dem Management von textbasierten Materialien vertraut und jetzt zunehmend auch mit audio-visuellen Materialien konfrontiert werden, sowie Mitarbeiter von audiovisuellen Archiven mit klassischem Wissenshintergrund; 
2) Sound- und Videotechniker, die gewöhnlich einen geringen Wissenshintergrund und spezifische Kompetenz im Management kultureller Inhalte besitzen; 
3) Experten spezifischer kultureller Inhalte, die keine technischen Fertigkeiten und Managementkompetenzen besitzen; 
4) Studenten in der beruflichen Ausbildung, Schulabsolventen und Jugendliche, die an einer Ausbildung im audio-visuellen Medienbereich interessiert sind. Junge Leute, die in den Arbeitsmarkt im audio-visuellen Medienbereich eintreten, sind häufig dem Risiko kurzfristiger Verträge ausgesetzt in einem aus dem arbeitsrechtlichen Blickwinkel dereguliertem Rahmen. 

Link: http://www.multicom-pro.eu/de/index.htm

Kontakt:
BAICR Sistema Cultura
via Mecenate 59
I-00184 Roma
Contact: Lucio D\’Amelia
antonia.liguori@baicr.it
www.baicr.it

FIM – NeuesLernen
Konrad-Zuse-Str. 3
D-91052 Erlangen
Contact: Simon Heid
www.fim.uni-erlangen.de

Ein märkischer Landrat und seine Frau in bewegter Zeit

Die Archiv- und Bibliotheksdokumentation des Märkischen Kreises gibt neue Einblicke in das Dienst- und Privatleben der Familie Thomee, die viele Jahre eine Etage des so genannten \“alten Landratsamtes\“ (heutiges Kreishaus I) bewohnte. Im Thomee\’schen Haus wurde nicht nur Kreispolitik gemacht – Dr. Fritz Thomee bekleidete das Amt des Landrats von 1901 bis 1927 – sondern auch Kunst präsentiert: "Uhse Landrot\“ war passionierter Sammler von Skulpturen und Gemälden.

Info:
Fritz und Lily Thomee geben sich die Ehre.
Ein märkischer Landrat und seine Frau in bewegter Zeit
14. September 2008 bis 15. Januar 2009
Kreishaus I in Altena, Bismarckstraße 15
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30 bis 16.00 Uhr, Freitag 8.30 bis 12.00 Uhr

Kontakt:
Märkischer Kreis, Fachdienst Kultur, Kreisarchiv und 
Landeskundliche Bibliothek
Bismarckstr. 15
58762 Altena
Tel.: (02352) 966-7055
Fax: (02352) 966-7166
archivundbibliothek@maerkischer-kreis.de 
www.maerkischer-kreis.de

Quelle: Märkischer Kreis, PM 12.9.2008

Ausstellungseröffnung »Mach Dir ein Bild von Bielefeld«

Am Montag, 15. September 2008, eröffnet Bürgermeister Horst Grube um 15 Uhr im Vortragssaal des Stadtarchivs und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld die Ausstellung „Mach Dir ein Bild von Bielefeld“. Projektgruppen von Bielefelder Realschulen beobachteten mit der Kamera Veränderungen und Typisches ihres Stadtteils.

Eine Auswahl der Bilder zeigt das Stadtarchiv bis zum 3. Oktober montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Danach wandert die Ausstellung durch fünf Realschulen. Die Termine im Einzelnen: Realschule Bethel (13. bis 31. Oktober); Realschule Jöllenbeck (5. bis 26. November); Luisenschule (1. bis 19. Dezember); Gertrud-Bäumer-Schule (12. bis 30. Januar); Realschule Heepen (9. bis 28. Februar).

Das Projekt „Mach dir ein Bild von Bielefeld“ des Stadtarchivs war 2007 als Landessieger des Wettbewerbs „Archiv und Jugend“ ausgezeichnet worden, der Jugendliche für Inhalte und Aufgaben der Archive in Nordrhein-Westfalen interessieren soll.

Links:

Kontakt:
Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld
Rohrteichstraße 19
33602 Bielefeld
Tel. 0521/51 24 71
Fax 0521/51 68 44
stadtarchiv@bielefeld.de

Quelle: Stadt Bielefeld, Pressemeldung, 10.9.2008

Plaudereien im Stadtarchiv Rosenheim

In der Reihe „Plaudereien im Stadtarchiv“ befasst sich Werner Krämer mit der Stilllegung der Rosenheimer Saline vor 50 Jahren. Heute erinnern an diese Keimzelle der Rosenheimer Industrie neben einer Straße und einem Park nur noch wenige vereinzelte Gebäude. 

In den ersten 100 Jahren ihres Bestehens kam der 1810 gegründeten Saline eine hervorragende Bedeutung zu; zum Zeitpunkt der Stilllegung vor 50 Jahren waren ihre großen Tage indes bereits längst gezählt. Die schon seit Jahrzehnten unterlassene Modernisierung ließ den Betrieb immer unrentabler werden. Schließlich machte die Auflassung den Weg frei für die Neubebauung des Geländes, wobei auch wertvolle Baudenkmäler geopfert wurden. Bei unserer Veranstaltung sollen Erinnerungen an diese Ereignisse wieder lebendig werden. 

Info:
„50 Jahre Stilllegung der Saline Rosenheim“
Dienstag, 23. September 2008, 15.00 Uhr
Lesesaal des Stadtarchivs Rosenheim
Der Eintritt beträgt bei freier Platzwahl 3,00 €.

Kontakt:
Stadtarchiv Rosenheim
Reichenbachstr. 1a
83022 Rosenheim
Telefon: 08031/36 14 39
Telefax: 08031/36 20 16
archiv(at)stadtarchiv.de
www.stadtarchiv.de

DFG-Projekt »Frauenklöster« im Bayerischen Hauptstaatsarchiv

Die überlieferte "Schriftlichkeit in süddeutschen Frauenklöstern" steht im Mittelpunkt eines Forschungsprojektes, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert und vom Bayerischen Hauptstaatsarchiv, von der Bayerischen Staatsbibliothek und der Westfälischen Wilhelms-Universität (Prof. Dr. Eva Schlotheuber) durchgeführt wird. 

Die erhaltenen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Urkunden, Amtsbücher und Handschriften von ausgewählten bayerischen Frauenklöstern werden dabei im Kontext der historischen Entwicklung erschlossen, digitalisiert und im Internet präsentiert. Berücksichtigt werden in diesem Zusammenhang die Bestände des Dominikanerinnenklosters Altenhohenau, des Birgittenklosters Altomünster, des Klosters der Münchener Klarissen (St. Jakob am Anger), der Franzsikanerinnen vom \“Pütrichhaus\“ St. Christoph in München sowie des Benediktinerinnenklosters Neuburg a.d. Donau. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich bis etwa 1550. 

Bei dem am 1. September 2008 angelaufenen Projekt wird von Seiten des Bayerischen Hauptstaatsarchivs die archivalische Überlieferung der genannten Klostergemeinschaften, insgesamt ca. 2.500 Urkunden und ca. 9.000 Seiten Gebrauchsschriftgut (Amtsbücher), durch eine wissenschaftliche Mitarbeiterin (Dr. Silvia Strodel) und eine studentische Hilfskraft bearbeitet. Das Projekt hat eine Gesamtlaufzeit von 30 Monaten.

Kontakt:
Generaldirektion der staatlichen Archive Bayerns/
Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Schönfeldstrasse 5
80539 München
poststelle@gda.bayern.de

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